Großprojekt: Zelt – oder die Qual der Wahl

Seit einiger Zeit – um genau zu sein, seit letztem Jahr – denke ich darüber nach, dass ein größeres Zelt her müsste, um meine wachsende Familie darin auf den Mittelaltermärkten gut unterbringen zu können.

Zusätzlich reizt mich die Herausforderung. ;-)

Ja, einige schaffen es, in einem Zelt, wie ich es im Moment habe, sogar zu viert gut zurecht zu kommen und alles unter zu bringen. Aber Madame mag es geräumig und muss ja auch einiges an Klamotten, die sich mittlerweile angesammelt haben, unterbringen. Und wenn man sich dann noch ein Bett mit Gestell gönnt, kann das Zelt fast nicht groß genug sein.

Also habe ich mich mal umgesehen und festgestellt, dass ich eine ganze Weile sparen müsste, bis ein Zelt der Größenordnung, die ich mir so ungefähr vorstellen könnte, in erreichbare Nähe gerückt wäre. So bin ich auf die Idee gekommen, ein Zelt zu nähen.

Aus diesem Grunde schaue ich mich schon seit der letzten Saison auf den Märkten um, sammle Ideen, vergleiche Formen und Umfänge, zähle Stangen und kaue gedanklich auf vielen Einfällen herum.

Bevor ich jedoch in konkretere Planungen gehe, wie z.B. die Berechnung der Stoffmengen, muss entschieden werden, welche Form das Zelt haben soll.

Fest steht, dass es mit Stangen (kein Gerüst), Heringen und Abspannungen in Form von Tauen aufgebaut wird – egal, für welchen Zelttypen ich mich letztlich entscheide.

Ob das Zelt einfarbig sein wird oder mehrfarbig, entscheide ich nach Preisunterschied und Möglichkeiten der Beschaffung.

Zur Auswahl stehen:

  1. Ein quadratisches Heroldszelt. Quadratisch. Praktisch. Gut. Aber vielleicht ein wenig langweilig? Positiv sind die Möglichkeiten der Platzausnutzung, die hier optimal wären. Zu bedenken wäre, die große flache Fläche, die jedem Wind trotzen muss.
  2. Ein Zweimaster mit großen, halbrunden Abseiten und einem vergleichsweise riesigen Eingang. Der macht optisch einiges her und ist etwas windschnittiger. Unterteilt man jedoch das Zelt innen mit Tüchern in einzelne Abteile, ist eine Abseite schon fast komplett durch ein Doppelbett ausgefüllt.
  3. Ein Rundzelt, welches starke Windböen vermutlich am Besten wegsteckt, aber letztlich im Vergleich die kleinste Innenfläche bietet. Unterteilungen durch Tücher sind hier kaum im sinnvollen Maße möglich.

Zeltauswahl

Zeltauswahl oben

Die Konstruktion der Zelte plane ich mit Hilfe eines Programmes namens SketchUp, welches für nicht gewerbliche Zwecke kostenlos nutzbar ist.

Die Möglichkeit der Unterteilung ist mir deshalb so wichtig, weil ich gerne einen Eltern- und einen Kinderbereich zum Schlafen einrichten würde, der mit Hilfe von Tüchern blickdicht abgetrennt werden kann. Außerdem wäre es sehr gut, wenn ich auch Tisch und Sitzgelegenheiten darin unterbringen könnte, damit wir nicht noch extra ein Sonnensegel transportieren und aufbauen müssen, wenn wir mal ohne das große Lager(-sonnensegel) unterwegs sind.

Tja, es führt kein Weg daran vorbei. Ich muss mich entscheiden!

Hach… die Qual der Wahl… Wie soll ich mich bloß entscheiden?

Über hilfreiche pro und contra Argumente würde ich mich sehr freuen. :-D