Von Kinderkrankheiten und Babyzeug

Neun ganze Monate wurde meine kleine Familie von Kinderkrankheiten verschont und dann ging es los… aber richtig!

Wir hatten das “Glück”, dass nicht nur unsere Tochter krank wurde – nein, mein Mann und ich mussten in den folgenden Tagen natürlich auch dran glauben, so dass wir drei mit Fieber auf dem Sofa vegetierten. Und da reicht natürlich nicht der standardmäßige 7-Tage-Infekt. Es müssen gleich zwei hintereinander sein. Ohne Pause! Das Schlaucht ganz schön und verhagelt einem jegliche Planung. Auf diese Weise ist man ganz schnell mal für zwei Wochen ausgeknockt.

Wie sagte ein Bekannter? So ungefähr: “Kranke Kinder sind schon echt anstrengend, aber wenn dann auch noch die Eltern krank werden ist es ein Fluch!”

Drei Probenähen hat es mir völlig verhauen. Für zwei davon konnte ich noch fertig nähen, aber die Fotos und Feedback waren nicht mehr drin. Für das dritte Probenähen hab ich ein halbes Feedback geschafft und sitze jetzt – eine Woche nach Abgabetermin – wieder an der Nähmaschine. Schöner Mist! Das mag ich ja so gar nicht. Verpflichtungen eingehen und ihnen nicht nachkommen können ist so gar nicht mein Ding. Das anstehende Probehäkeln für mein nächstes Freebook musste dadurch auch verschoben werden und kann nun hoffentlich in den nächsten Tagen starten.

Nun gut. Ich kann es nicht ändern. Aber ich kann die Gelegenheit heute nutzen und mal ein paar Dinge zeigen, die ich für meine Lütte genäht aber noch nicht geposted habe.

Die Tippy Toes entstanden schon gegen Ende des Winters, um die Füße meines Mädchens zu wärmen, als der mit Füßlingen versehene Schneeanzug zu warm wurde. Denn den Übergangsanzug, den ich ihr nach einem Ottobre-Schnitt genäht habe, besitzt keine Füßlinge.

TippyToes 1

Das kostenlose Schnittmuster für die Tippy Toes habe ich bei “Am liebsten Sorgenfrei” gefunden. Das Nähen ist ehrlich gesagt eine ziemliche Friemelarbeit, aber sie lohnt sich meiner Meinung nach sehr. Macht man das Bündchen eng genug, bleiben diese Schühchen sogar eine Weile an den Füßen, ehe das Kind sie wieder auszieht.

Etwa zur gleichen Zeit entstand auch ein erstes Halstuch für meine Kleine. Dafür lassen sich wunderbar Stoffreste verwenden, die beim Zuschneiden von größeren Kleidungsstücken meistens anfallen.

Halstuch 1 getragen

Wie man sehen kann, erfüllt das Halstuch seinen Zweck. Es wärmt nicht nur den Hals an kühlen Tagen, sondern fängt auch Speichel auf, der beim Zahnen bekanntlich in Hülle und Fülle fließt. Für dieses Halstuch habe ich das kostenslose Schnittmuster vom “stoffbüro” verwendet. Als nächstes teste ich das Schnittmuster von Pattydoo und werde dann im Blog berichten.

Halstuch 1

Auf meiner Facebook-Seite habe ich im Winter bereits ein Bild des ersten Sommerkleides für meine Lütte gezeigt – jedoch nur auf dem Bügel hängend. Nun zeige ich die damals versprochenen Tragebilder.

Sommerkleid 1 Seite

Das Kleid habe ich nach einem Schnittmuster aus der Ottobre 1/2015 genäht. Den Stoff haben meine Schwiegermutter und ich in Husum entdeckt und sofort gekauft.

Sommerkleid 1 Hinten

Im Nachhinein betrachtet fehlt mir bei dem Schnittmuster jedoch eine Knopfleiste. Mittlerweile passt das Kleid zwar hervorragend, aber das Anziehen gestaltet sich beim Über-den-Kopf-ziehen doch etwas schwierig. Deshalb werde ich in Zukunft – auch wenn das Original-Schnittmuster das nicht vorsieht – grundlegend eine Knopfleise (seitlich auf der Schulternaht oder vorne) einnähen.

Im April hatte meine Tochter einen ziemlichen Wachstumsschub und passte plötzlich nicht mehr in ihre Mütze. Es musste unbedingt eine Ohren bedeckende Mütze zum Zubinden her, denn sonst bleibt sie nicht all zu lange auf dem Kopf oder ist plötzlich über das Gesicht gezogen. Ersteres gefällt mir nicht und zweiteres erzeugt bei meiner Kleinen definitiv Geschrei.

BabALouV schräg vorne

Letztlich habe ich mich für das kostenlose Schnittmuster BabALouV von “BabALouV” entschieden und nur eine Kleinigkeit am Schirm verändert, damit dieser nicht so tief über den Augen hängt. Schließlich soll Mini-Madame ja auch noch was von der Umgebung sehen können. Und zwar habe ich die gerade Kante des Schirmes einfach eingerundet, so dass im Grunde eine Mondsichel entstanden ist.

BabALouV Kappe

Verwendet man Jersey für die Mütze, wächst sie eine ganze Weile mit. Im April saß sie noch sehr locker und großzügig. Jetzt Ende Juni ist immer noch Luft für einen weiteren Wachstumsschub.

So, nun geht es für mich zurück auf das Sofa – die letzten Ausläufer des grippalen Infekts loswerden, indem ich mit Tochter und Mann zusammenkuschel.